NEWS 2009/2010



Essen

GEORGETTE TSINGUIRIDES ERHÄLT DEN DEUTSCHEN TANZPREIS

Weitere Preise an Iana Salenko, Christine Eckerle und Susanne Menck


  • Georgette Tsinguirides Foto © Ursula Kaufmann
  • Jason Reilly, Evan McKie, Damiana Pettenella und Alexander Jones vom Stuttgarter Ballett in John Crankos "Poème de l'extase" Foto © Ursula Kaufmann

Während einer vierstündigen Gala im Essener Aalto-Theater wurde der Stuttgarter Choreologin Georgette Tsinguirides gestern abend der Deutsche Tanzpreis verliehen. Sie erhält ihn für ihre langjährigen Verdienste beim Erhalt der Werke großer Choreografen, vor allem John Crankos, dessen Werke sie seit 1966 in der Benesh-Notation festhält, einer der beiden international verwendeten Tanzschriften. Ihre Laudatio hielt die ehemalige Stuttgarter Ballerina und Ballettdirektorin Maria Haydée, die Tsinguirides nicht nur mit der heiligen Maria verglich, weil ihr Tänzer und alle Theatermenschen derart viel Respekt entgegenbringen, sondern auch ihre Liebe zum Stuttgarter Ballett, ihre Strenge und ihren lebenslangen Fleiß lobte. Tsinguirides feierte an dem Abend gleichzeitig ihren 82. Geburtstag und wurde mit einem Ständchen sowie einer Standing Ovation des Publikums gefeiert. Sie dankte Rudolf Benesh, dem Erfinder der Benesh-Notation, und vor allem John Cranko.
Anerkennungspreise gingen an zwei weitere deutsche Choreologinnen, an Christine Eckerle von der Essener Folkwang-Hochschule für ihre Arbeit mit der Labanotation, und an Susanne Menck, langjährige Choreologin des Hamburger Balletts, die ebenfalls mit dem Benesh-System arbeitet. Peter Dingle und Otto Bubeníček tanzten Ausschnitte aus John Neumeiers "Matthäuspassion" und "Nijinsky", bei denen Mencks Notate auf die Rückwand projiziert wurden.
Den Tanzpreis "Zukunft" erhielt Iana Salenko, Erste Solistin beim Staatsballett Berlin. Ihre Laudatio hielt der Berliner Ballettkritiker Klaus Geitel, der sie als "explosiven Tanzzucker" bezeichnete. Salenko tanzte Balanchines "Tschaikowsky Pas de deux" mit Breno Bittencourt vom Ballett des Aalto-Theaters und den Pas de deux für Olga und Lenski aus Crankos "Onegin" mit Marijn Rademaker vom Stuttgarter Ballett. Das Stuttgarter Ballett zeigte außerdem den Schluss-Pas-de-deux aus "Onegin" sowie Crankos Pas de deux "Legende" und das Ballett "Poème de l'extase". Zhang Jian und Hao Bin vom Chinesischen Nationalballett tanzten den Balkon-Pas-de-deux aus Crankos "Romeo und Julia", Egon Madsen und Eric Gauthier vom Stuttgarter Theaterhaus zeigten das Duo der beiden Clowns aus Crankos "Lady and the Fool". www.dbft.de

Veröffentlicht am 28.02.2010, von Angela Reinhardt in News 2009/2010

Dieser Artikel wurde 1562 mal angesehen.



Kommentare zu "Georgette Tsinguirides erhält den Deutschen T ..."



    Bitte melden Sie sich an, um diesen Beitrag kommentieren zu können: Login | Registrierung



     

    LEUTE AKTUELL


    ARBEITEN WIE EIN KRAFTWERK

    Goyo Montero im Gespräch
    Veröffentlicht am 01.12.2017, von Alexandra Karabelas


    "TANZ DER MENSCHLICHKEIT"

    Nestroy Spezialpreis für Doris Uhlich und Michael Turinsky mit "Ravemachine"
    Veröffentlicht am 17.11.2017, von Pressetext


    JÖRG WEINÖHL VERLÄSST DIE OPER GRAZ

    Der Ballettdirektor wird seinen Vertrag nicht verlängern
    Veröffentlicht am 13.11.2017, von Pressetext



    AKTUELLE VORANKÜNDIGUNG



    HOME SWEET HOME (UA)

    Premiere am 18. November 2017 im emma-theater in Osnabrück

    In Mauro de Candias HOME SWEET HOME, inspiriert von Franz Kafkas BRIEF AN DEN VATER, ereignet sich genau das: Erinnerung, Traum und Wirklichkeit begegnen sich im eigenen Heim.

    Veröffentlicht am 27.10.2017, von Anzeige

    LETZTE KOMMENTARE


    ATEMBERAUBEND GRENZÜBERSCHREITEND: HOMÖOPATHIE UND TANZ

    „Sepia tanzt alleine“ von Andrea Simon, Andreas Etter, Ulrich Koch und Gesina Habermann verbindet Tanz und Medizin in beeindruckend schönen Bildern
    Veröffentlicht am 10.02.2017, von Sabine Kippenberg


    DIONYSOS UND APOLLON IM STREIT

    Demis Volpis „Tod in Venedig“ als Koproduktion von Ballett und Oper in Stuttgart
    Veröffentlicht am 09.05.2017, von Isabelle von Neumann-Cosel


    VERBOTEN, VERSCHOBEN, VERGESSEN?

    Zur Absage der Uraufführung „Nurejew“ des Regisseurs Kirill Serebrennikow und des Choreografen Juri Possochow am Moskauer Bolschoi-Theater
    Veröffentlicht am 18.07.2017, von Boris Michael Gruhl

    MEISTGELESEN (7 TAGE)


    EIN KLASSIKER – AUFS FEINSTE HERAUSGEPUTZT

    „Don Quixote“ in der Nurejew-Fassung beim Hamburg Ballett

    Veröffentlicht am 11.12.2017, von Annette Bopp


    HELLMUTH MATIASEK FEIERT HEUTE SEINEN 85.GEBURTSTAG

    Pick bloggt über seinen langjährigen Intendanten Hellmuth Matiasek und reist in Gedanken von Rosenheim bis nach Japan

    Veröffentlicht am 15.05.2016, von Günter Pick


    BEATE VOLLACK WIRD NEUE BALLETTDIREKTORIN DER OPER GRAZ

    Mit dem Beginn der Spielzeit 2018/19 tritt sie ihre neue Position an

    Veröffentlicht am 12.12.2017, von Pressetext


    AUF DEN HUND GEKOMMEN

    Mit „Dürer´s Dog“ kreiert Goyo Montero am Staatstheater Nürnberg eines seiner schönsten Ballette

    Veröffentlicht am 11.12.2017, von Alexandra Karabelas


    WAS DER KÖRPER MÖGLICH MACHT

    Mit „Old, New, Borrowed, Blue“ verheiratet das Ballett im Revier Gelsenkirchen eine bunte Mischung von Choreografien miteinander

    Veröffentlicht am 10.12.2017, von Boris Michael Gruhl



    BEI UNS IM SHOP