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München

ABSCHIED VON DER MÜNCHNER GRAND DAME DES BALLETTS

Konstanze Vernon gestorben



Am Montag, den 21. Januar 2013 verstarb Konstanze Vernon in einer Münchner Klinik. Laut der von Vernon 1978 ins Leben gerufenen Heinz-Bosl-Stiftung und dem Bayerischen Staatsballett, welchem sie als Direktorin von 1988 bis 1998 vorstand, erlag sie einer kurzen, schweren Krankheit.


  • Trauerfeier für Konsatnze Vernon Foto © Charles Tandy
  • Trauerfeier für Konstanze Vernon Foto © Charles Tandy
  • Konstanze Vernon beim Unterricht im Sommer 2010 an der Hochschule für Musik und Tanz in München Foto © Patricia Kapp
  • im Sommer 2010: Spitzen- und Repertoireunterricht im letzten Ausbildungsjahr Foto © Patricia Kapp
  • Konstanze Vernon im Sommer 2010 beim Unterricht an der Hochschule für Musik und Tanz in München Foto © Patricia Kapp
  • Konstanze Vernon beim Unterricht an der Hochschule für Musik und Tanz in München Foto © Patricia Kapp
  • Spitzen- und Repertoireunterricht im letzten Ausbildungsjahr Foto © Patricia Kapp
  • Konstanze Vernon 1998 bei ihrem Abschied vom Staatsballett Foto © Charles Tandy

Am Montag, den 21. Januar 2013 verstarb Konstanze Vernon in einer Münchner Klinik. Laut der von Vernon 1978 ins Leben gerufenen Heinz-Bosl-Stiftung und dem Bayerischen Staatsballett, welchem sie als Direktorin von 1988 bis 1998 vorstand, erlag sie einer kurzen, schweren Krankheit. Erst am 2. Januar hatte Vernon ihren 74. Geburtstag gefeiert. Ohne Vernon wäre die Münchner Ballettgeschichte nicht das, was sie heute ausmacht.

Auf Wunsch von Heinz Rosen, dem damaligen Direktor des Balletts München, zog die junge Bühnentänzerin Konstanze Herzfeld 1965 von Berlin nach München. Dort avancierte sie schnell zur Primaballerina, schrieb sich durch ihre legendären Auftritte u.a. mit ihrem Tanzpartner Heinz Bosl ins Gedächtnis der Zuschauer ein. Vernons Engagement ist es zu verdanken, dass sich 1988 das Ballett von der Bayerischen Staatsoper emanzipieren und zu einer eigenständigen, hochgefeierten Ballettkompanie (dem heutigen Bayerischen Staatsballett) entwickeln konnte.

Nach Abschluss ihrer aktiven Tänzerlaufbahn wurde Vernon zur ordentlichen Professorin an der Hochschule für Musik in München ernannt. Zusammen mit ihrem Ehemann Fred Hoffmann baute Vernon die Tanzausbildung in Bayern aus. Mit der heute als Münchner Ballett-Akademie bekannten Ausbildungsstätte für Bühnentanz gelang ihr die Sicherung einer soliden und international anerkannten Tanzausbildung.

Veröffentlicht am 22.01.2013, von Anke Hellmann in Homepage, News 2012/2013

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Kommentare zu "Abschied von der Münchner Grand Dame des Balletts"



    • Kommentar am 23.01.2013 17:43 von tanznetz.de Redaktion
      John Neumeier zum Tod von Konstanze Vernon

      Nachruf auf Konstanze Vernon (2.1.1939 – 21.1.2013) von John Neumeier, Ballettdirektor und Chefchoreograf des HAMBURG BALLETT:

      „Konstanze Vernon hat sich durch ihre Persönlichkeit und ihre Leidenschaft für das Ballett um den Deutschen Tanz unschätzbar verdient gemacht. Ihr Wirken und nicht zuletzt ihr kreativer, gestalterischer, dabei stets umsichtiger Einfluss haben unsere Kunst entscheidend vorangebracht.

      In München, ihrer wichtigsten Wirkungsstätte, hat sie das Ballett in unbeirrbarer Weise und Beharrlichkeit entwickelt und gefördert, zunächst als Ballerina in der Compagnie der Bayerischen Staatsoper, dann als langjährige Direktorin der Münchner Ballett-Akademie, wo sie ihr Wissen und ihre Begeisterung für den Tanz jungen Generationen weitergab. Dank ihrer einnehmenden Überzeugungskraft gelang es ihr in bewundernswerter Weise immer wieder, andere für ihre Sache zu gewinnen.

      Bis zum Ende hat sie unermüdlich und in voller Hingabe gearbeitet, sei es für ihre Stiftung oder für die Junior Company/Staatsballett II, deren Gründung maßgeblich ihr Erfolg war. Schon früh empfand ich für diese sehr starke Frau eine große Bewunderung. Ohne sie gäbe es kein Bayerisches Staatsballett.

      Natürlich galt ihre erste „Sorge“ Bayern, doch handelte sie stets sehr großzügig und setzte sich auch für andere Compagnien ein: Ich werde nie vergessen, als sie mir damals die junge Gigi Hyatt vorstellte, weil sie fest davon überzeugt war, Gigi wäre bei mir in Hamburg genau am richtigen Ort, um sich als Künstlerin zu entwickeln. Denn darum ging es ihr vor allem: um die bestmögliche Förderung der ihr anvertrauten Schüler und Tänzer.

      Konstanze Vernons Tod bedeutet einen großen Verlust, nicht nur für den Deutschen Tanz, sondern auch für die internationale Tanzszene. Sie hinterlässt eine unersetzbare Lücke.“

    • Kommentar am 31.01.2013 18:00 von Antonio (Moderator)
      Hier ein Beitrag von der Trauerfeier vom BR:



      http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/abendschau-der-sueden/abschied-trauerfeier-konstanze-vernon-100.html

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