THEMEN



Die Welt

RUCKEDIGU, BLUT IST IM BALLETTSCHUH

Woche der Grausamkeiten: Berlin verliert Vladimir Malakhov und vielleicht Sasha Waltz. Wird die Hauptstadt wieder Tanzprovinz?



"Man wird ja noch träumen dürfen. Von einem Berliner Staatsballett, das in der Klassik genauso glänzt wie mit Zeitgenossenschaft. Dazu eine ordentlich ausgestattete Sasha Waltz-Kompagnie, die mit ihren weltweiten Koproduktionen den Namen ihre Basis Berlin als Tanzmetropole poliert. ...


Artikel aus Die Welt vom 07.02.2013
Von Manuel Brug

... Und wohlmöglich noch ein Tanzhaus, wo sich die gastierende Elite der Zunft trifft, wo Austausch möglich ist, wo das hier, an einem zentralen deutschen Ort, generierte Publikum staunen und lernen kann, vor allem aber immer wieder die lokalen Maßstäbe nachjustiert." weiterlesen

Veröffentlicht in Themen

Dieser Artikel wurde 1017-mal angesehen.



Kommentare zu "Ruckedigu, Blut ist im Ballettschuh"



    • Kommentar am 13.09.2013 01:35 von argusschlaeft
      Jaja, leider hat Herr Brug recht. Der ganze Umgang mit der Berliner Tanzszene ist ein Trauerspiel. Das "arm aber sexy" Wort von Kultursenator Wowereit war natürlich nur ein Spruch, aber nichtsdestotrotz nicht ohne Bedeutung: die freie Szene hat sich darauf verlassen, dass man auch mit wenig Geld in Berlin überleben, Wohnungen bezahlen kann. Die Entwicklung der Stadt ist eine andere. Wenn Sascha Waltz der Stadt tatsächlich den Rücken kehrt, handelt es sich hier um eine kulturpolitische Bankrotterklärung. Man mag die Frage stellen, inwieweit es sinnvoll ist, dass der Bürgermeister gleichzeitig Kultursenator ist, weil Herr Wowereit beide Rollen offenkundig so interpretiert, dass es Interessenkonflikte gibt, die er dann schizophren mit sich selbst auszufechten hat. Ein eigenständiger Kultursenator wäre vielleicht gut, solange es sich nicht um Herrn Schmitz handelt, der, so scheint es, nicht viel für Kultur übrig hat... Es wird viel Geld locker gemacht, um Angeberprojekte zu realisieren, aber die Leute, die tatsächlich für die Kultur in Berlin bedeutend sind, werden vergrault oder durch mutmaßlich schlechtere Nachfolger (Staatsballett) ersetzt. Es ist zum Heulen. Vielleicht muss man dann doch mehr auf private Gelder setzen, weil die Steuergelder wie so oft nicht verantwortungsvoll eingesetzt werden. Man könnte ja die Kohle für die schwachsinnige BND Zentrale in der Chausseestraße auch für die Kultur einsetzen oder meinetwegen auch für Obdachlose... Alles scheint besser zu sein, als soviel Geld für ein neues Haus für den Geheimdienst auszugeben (das der - so hört man - nicht mal will, die Jungs und Mädels hätten auch weiter von Bayern aus die Republik überwachen können). Und ich merke bei mir Anwandlungen von Politikverdrossenheit... hm, hätte ich auch nicht gedacht.

Bitte melden Sie sich an, um diesen Beitrag kommentieren zu können: Login | Registrierung



 

AKTUELLE KRITIKEN


EIN OPULENTES SOMMERMÄRCHEN

George Balanchines „Sommernachtstraum“ erstmals an der Pariser Oper
Veröffentlicht am 24.03.2017, von Julia Bührle


TREFFEN AUF MUNDHÖHE

Zur Uraufführung „Bacon“ von Nanine Linning im Heidelberger Zwinger
Veröffentlicht am 21.03.2017, von Isabelle von Neumann-Cosel


WIRBELNDER FRÜHLING

Die Compagnie Marie Chouinard eröffnet das diesjährige „Tanz Bremen“
Veröffentlicht am 21.03.2017, von Martina Burandt



AKTUELLE VORANKÜNDIGUNG



APROPOS LIEBE - URAUFFÜHRUNG VON MARTIN CHAIX

Premiere am Mittwoch, den 30. November 2016 um 19.30 Uhr im E-Werk des Mecklenburgischen Staatstheaters

Woher kommt die Liebe in unserer Gesellschaft? Was bedeutet Liebe heutzutage? Das Ballett „Apropos Liebe“ von Martin Chaix führt ein Panorama der Liebe vor und (ver)führt das Publikum zu einer Reise der Seele hin zur innersten Wahrheit.

Veröffentlicht am 02.12.2016, von Anzeige

LETZTE KOMMENTARE


ATEMBERAUBEND GRENZÜBERSCHREITEND: HOMÖOPATHIE UND TANZ

„Sepia tanzt alleine“ von Andrea Simon, Andreas Etter, Ulrich Koch und Gesina Habermann verbindet Tanz und Medizin in beeindruckend schönen Bildern
Veröffentlicht am 10.02.2017, von Sabine Kippenberg


WIE TANZT MAN REFORMATION?

Das Bundesjugendballett wagt mit "Gipfeltreffen - Reformation" einen Versuch
Veröffentlicht am 15.01.2017, von Andreas Berger


STANDING OVATIONS

Pick bloggt über die Gastspielreise des Bundesjugendballetts und -orchesters
Veröffentlicht am 16.01.2017, von Günter Pick

MEISTGELESEN (7 TAGE)


IM HIER UND JETZT

Die Staatliche Ballettschule Berlin begeistert mit „The Contemporaries, Volume 2“

Veröffentlicht am 17.03.2017, von Volkmar Draeger


JOHANNES ÖHMAN ÜBERNIMMT VORZEITIG INTENDANZ DES STAATSBALLETTS BERLIN

Nacho Duato beendet sein Engagement am Staatsballett schon im Sommer diesen Jahres

Veröffentlicht am 18.03.2017, von Pressetext


RICARDO FERNANDO: VON HAGEN NACH AUGSBURG

Marieluise Jeitschko sprach mit Ricardo Fernando über seine neue Wirkungsstätte

Veröffentlicht am 19.03.2017, von Marieluise Jeitschko


VIER TAGE ZEITGENÖSSISCHER TANZ

21. Internationales Solo-Tanz-Theater Festival Stuttgart

Veröffentlicht am 20.03.2017, von Pressetext


TRISHA BROWN GESTORBEN

Trauer um Ikone des Postmodern Dance

Veröffentlicht am 20.03.2017, von tanznetz.de Redaktion



BEI UNS IM SHOP