HOMEPAGE



München

JIŘÍ KYLIÁN ZUM 70.

Der tschechische Choreograf feiert Geburtstag



Als langjähriger Direktor des Nederlands Dans Theater (NDT) prägte Jiří Kylián das Verständnis von Tanz nachhaltig. 2009 verabschiedete er sich mit seiner 100. Choreografie von der Kompanie. Heute wird er 70 Jahre alt.


  • Jiří Kylián Foto © Gert Weigelt

1947 als Sohn einer Tänzerin geboren, begann Jiří Kylián schon früh seine Tanzausbildung an der Ballettschule des Prager Nationaltheaters und setzte diese am Prager Konservatorium fort. 1967 gelangte er mit einem Stipendium des British Council an die Royal Ballet School - wo er prompt von John Cranko entdeckt wurde.

Von Stuttgart aus startete er seine Karriere als Choreograf, zunächst mit einem Pas de deux zu selbst komponierter Musik für die Noverre-Gesellschaft. Darauf folgte die Arbeit "Viewers" am Nederlands Dans Theater (NDT), die den Beginn seines künstlerischen Wirkens in Den Haag einleitete.

Gerade 30 geworden, übernahm er dort die künstlerische Leitung des Nederlands Dans Theaters. Als künstlerischer Direktor prägte Jiří Kylián über zwanzig Jahre lang das Verständnis von Tanz nachhaltig. Seine künstlerischen Werke spannen sich besonders in den frühen Jahren zwischen klassischem Ballett, Volkstanz und Modern Dance wie in "Sinfonietta" (1978) und "Dream Dances (1979). Ohne je das klassische Ballett als Basis zu verlieren, widmete sich Kylián zunehmend der Abstraktion wie auch der Erweiterung seiner Choreografien durch Videos und Projektionen. Dabei entstand unter anderem das Filmprojekt "Car Men" (2006).

2009 nahm er mit seiner 100. Choreografie "Memoires d'Oubliettes" endgültig Abschied von der Kompanie des NDT. Seit 2014 ist er Professor an der Codarts / Rotterdamse Dansacademie.

Veröffentlicht am 21.03.2017, von tanznetz.de Redaktion in Homepage, News 2016/2017, Tanz im Text

Dieser Artikel wurde 849 mal angesehen.



Kommentare zu "Jiří Kylián zum 70."



    Bitte melden Sie sich an, um diesen Beitrag kommentieren zu können: Login | Registrierung




    Ähnliche Beiträge

    DIE ATEMBERAUBENDE ENERGIE UND SCHÖNHEIT DES BEWUSSTEN TÄNZERS

    Wiederaufnahme von „Zugvögel“ von Jiri Kylián beim Staatsballett

    Alles kann Tanz sein: der elegante Flug der Vögel, ein am Strand laufendes Kind, spielerisch flatternde Hände.

    Veröffentlicht am 18.02.2013, von Malve Gradinger


    24 MINUTEN TANZ UND VIEL GEJOHLE DANACH

    Am Staatstheater Nürnberg sorgte der neue Tanzabend "Zweiheit" für Begeisterungsstürme

    Die Repertoirepolitik Goyo Monteros, neben seinen eigenen Arbeiten aus dem europäischen Kanon zu schöpfen und Werke von Kylián, Ek, Inger oder jetzt von Crystal Pite und Mauro Bigonzetti unter dem Abendtitel "Zweiheit" nach Nürnberg zu holen, ist bewundernswert.

    Veröffentlicht am 28.04.2013, von Alexandra Karabelas


    NEOKLASSIK UND MODERNE AT THEIR BEST

    Das Bayerische Staatsballett zu Gast bei den Hamburger Ballett-Tagen

    Mit Jerome Robbins „Goldberg-Variationen“, die erstmals in der Elbestadt zu sehen waren, wie auch mit „Gods and Dogs“ von Jiři Kylián konnte die Münchner Ballettkompanie überzeugen.

    Veröffentlicht am 13.06.2013, von Annette Bopp


    UNAUSWEICHLICHE VERGÄNGLICHKEIT

    Europapremiere von Jiri Kyliáns „East Shadow“ mit Sabine Kupferberg und Gary Chryst in Monte Carlo

    Von Kylián selbst als Tragikomödie bezeichnet, die mit dem absurden Theaters Samuel Becketts spielt, zitiert der Choreograf Alltägliches, einmal live, einmal via Film vom Sinn und Unsinn vom Zusammenleben eines Paares.

    Veröffentlicht am 20.04.2014, von Andrea Amort


    TRIPTYCHON DER VERGÄNGLICHKEIT

    Goeckes Ballettabend "Sigh" in Monte Carlo

    Egal, um welches Stück von Marco Goecke es sich handelt: Es gibt immer diesen einen Moment, in dem der dargebotene Tanz das Vorstellungsvermögen sprengt und Grenzen überschritten werden.

    Veröffentlicht am 19.07.2014, von Alexandra Karabelas


    JIRI KYLIÁN FEIERT HEUTE SEINEN 60. GEBURTSTAG

    Veröffentlicht am 21.03.2007, von Angela Reinhardt


    ZWEI HINREIßENDE KINDERBALLETTE

    Kyliáns "L'enfant et les sortilèges" und Harts "Peter und der Wolf" auf DVD/Blu-Ray

    Beide Ballette gingen unzählige Male einzeln über Fernsehschirme in aller Welt. Zusammen bilden sie ein perfektes Team. Sie haben durchaus Kind gerechte Längen. Was in beiden Geschichten genau passiert, erfahren die Zuschauer durch Erzähler.

    Veröffentlicht am 11.08.2014, von Marieluise Jeitschko


    BRAVOURÖSER APPELL, SICH NICHT SELBST ZU VERRATEN

    Arthaus ediert als historische Reminiszenz Kyliáns „Geschichte vom Soldaten“

    Was Jiří Kylián mit dem Nederlands Dans Theater einstudiert hat und 1988 aufzeichnen ließ, darf als eine der gültigen Versionen der Allegorie gelten. An tänzerischem Tempo ist sie jedenfalls kaum zu überbieten.

    Veröffentlicht am 04.11.2014, von Volkmar Draeger


    IM TEMPO UNSERER ZEIT

    Dreiteiliger Abend mit Stücken von Jiří Kylián, William Forsythe und José Limón

    So arg mögen die Münchner Ballettgänger die abstrakten Dreiteiler nicht. Wenn jedoch Kyliáns „Zugvögel“ dabei ist, strömt's nur so zum Nationaltheater – wie jetzt bei der Wiederaufnahme des zwischen Tanz, Film und bildender Kunst spielenden Werks.

    Veröffentlicht am 09.02.2015, von Malve Gradinger


     

    AKTUELLE KRITIKEN


    TRIEBFEDER ANGST

    Rubatos >flirren< in den Berliner Uferstudios
    Veröffentlicht am 18.11.2017, von Volkmar Draeger


    TOD – DER LIEBE BRUDER

    Zum neuen Tanzstück „Der Tod und das Mädchen“ von Stephan Thoss in Mannheim
    Veröffentlicht am 18.11.2017, von Isabelle von Neumann-Cosel


    TANZTHEATERERLEBNIS FÜR DIE KLEINSTEN

    „Der Elefant aus dem Ei“ von Ceren Oran
    Veröffentlicht am 18.11.2017, von tanznetz.de Redaktion



    AKTUELLE VORANKÜNDIGUNG



    TANZ 26: HINTER TÜREN

    Ein choreographischer Blick durchs Schlüsselloch. Choreographie von Jo Strømgren. Premiere am 25. November 2017 am Luzerner Theater

    Seine Choreographien sind bekannt für ihre höchst individuelle Mischung aus Tanz, Schauspiel und Musik. Für die musikalische Begleitung sorgt der Luzerner Cellist Gerhard Pawlica.

    Veröffentlicht am 23.10.2017, von Anzeige

    LETZTE KOMMENTARE


    ATEMBERAUBEND GRENZÜBERSCHREITEND: HOMÖOPATHIE UND TANZ

    „Sepia tanzt alleine“ von Andrea Simon, Andreas Etter, Ulrich Koch und Gesina Habermann verbindet Tanz und Medizin in beeindruckend schönen Bildern
    Veröffentlicht am 10.02.2017, von Sabine Kippenberg


    DIONYSOS UND APOLLON IM STREIT

    Demis Volpis „Tod in Venedig“ als Koproduktion von Ballett und Oper in Stuttgart
    Veröffentlicht am 09.05.2017, von Isabelle von Neumann-Cosel


    VERBOTEN, VERSCHOBEN, VERGESSEN?

    Zur Absage der Uraufführung „Nurejew“ des Regisseurs Kirill Serebrennikow und des Choreografen Juri Possochow am Moskauer Bolschoi-Theater
    Veröffentlicht am 18.07.2017, von Boris Michael Gruhl

    MEISTGELESEN (7 TAGE)


    JÖRG WEINÖHL VERLÄSST DIE OPER GRAZ

    Der Ballettdirektor wird seinen Vertrag nicht verlängern

    Veröffentlicht am 13.11.2017, von Pressetext


    DER SCHÖNE SCHEIN

    Die Uraufführung des Balletts „Die Kameliendame“ von Ralf Rossa an der Oper in Halle

    Veröffentlicht am 14.11.2017, von Boris Michael Gruhl


    AUGE IN AUGE MIT DEN MONSTERN

    Helena Botto zeigt in der Hebelhalle Heidelberg ihr neues Stück „Monstrator“

    Veröffentlicht am 13.11.2017, von Isabelle von Neumann-Cosel


    "THE REVISED AND UPDATED BREMEN STRUCTURES"

    Emanuel Gats neue Choreografie in Bremen

    Artikel aus Südkurier vom 17.01.2011


    OLDENBURG LÄSST DIE PUPPEN TANZEN

    „Drei Generationen“ bei der BallettCompagnie Oldenburg

    Veröffentlicht am 16.11.2017, von Martina Burandt



    BEI UNS IM SHOP