Bühnenabschied von Nadja Saidakova 

tanznetz.de Redaktion, 09.05.2017 08:56:55

Die Erste Solotänzerin Nadja Saidakova nimmt am 19. Mai 2017 nach 28 Jahren Tänzerlaufbahn ihren Bühnenabschied in John Crankos „Onegin“. In ihren 22 Berliner Jahren interpretierte sie etwa 50 Partien in klassischen sowie zeitgenössischen Choreographien. Besonders prägend waren die Rolle der Brünnhilde in Maurice Béjarts „Ring um den Ring“ und die Tatjana in John Crankos „Onegin“.

Nach 28-jähriger Tänzerlaufbahn nimmt die Erste Solotänzerin Nadja Saidakova am 19. Mai 2017 als Tatjana in John Crankos „Onegin“ ihren Bühnenabschied, eine Rolle, die sie bereits zur Berliner Premiere im November 2003 interpretierte. Ihre Ausbildung absolvierte sie an der Staatlichen Ballettakademie in Perm und erhielt anschließend ihr erstes Engagement am Moscow Classical Ballet. 1991 wurde sie von Heinz Spoerli als Solotänzeri n an die Deutsche Oper am Rhein engagiert. Ab 1995 tanzte sie als Erste Solotänzerin des Balletts der Staatsoper Unter den Linden, seit 2004 dann beim damals neu gegründeten Staatsballett Berlin.

Rund 50 Rollen hat sie in ihren 22 Berliner Jahren gestaltet, darunter Hauptpartien in klassischen Rollen als auch auf dem Feld des neoklassischen und zeitgenössischen Tanzes. Zudem inspirierte sie zahlreiche Choreographen, Rollen für sie zu entwickeln. Sie tanzte u.a. in den Klassiker-Adaptionen von Rudolf Nurejew („Raymonda“, „Dornröschen“), Patrice Bart („Giselle“, „Schwanensee“, „Der Nussknacker“) oder Vladimir Malakhov („Die Bajadere“, „Cinderella“), in großen Werken von Heinz Spoerli („Peer Gynt“), John Cranko („Onegin“), Boris Eifman (Tschaikowsky – das Mysterium von Leben und Tod“), und immer wieder von Maurice Béjar t („Le Concours“, „Serait-ce la mort?“, „Ring um den Ring“). Zu ihrem Repertoire gehören zudem Werke von George Balanchine, Uwe Scholz oder William Forsythe, als dessen ideale Interpretin sie sich erwies. In der jüngeren Vergangenheit interpretierte sie Choreographien von Alexei Ratmansky und Nacho Duato; Itzik Galili und Giorgio Madia kreierten Partien für sie. 2005 begann Nadja Saidakova eigene Choreographien zu entwickeln und zeigte ihre Werke bei den Berliner Festspielen, dem Ballett Moskau oder mit dem Staatsballett Berlin u. a. auch im Berghain in Berlin.

Für ihr Können wurde sie mehrfach geehrt: 2005, 2006, 2010 und 2012 wurde sie in der jährlichen Kritikerumfrage der Fachzeitschrift „tanz“ zur Tänzerin des Jahres genannt. Das Magazin „Dance for you“ verlieh ihr den Titel „Outstanding Female Performance“ für die Brünnhilde in Maurice Béjarts & bdquo;Ring um den Ring“ und die Tatjana in John Crankos „Onegin“. Als Tänzerin des Jahres wurde sie zuletzt 2016 in Italien mit dem „Premio Re Manfredi“ geehrt.

Über ihren Abschied sagt Nadja Saidakova selbst: „Die Jahre sind unwichtig. Wenn ich in Erinnerung bleibe, dann habe ich erreicht, was ich wollte.“ Nach ihrer Tänzerkarriere wird sie ihr Wissen als Ballettmeisterin beim Staatsballett Berlin weitergeben. Kurz vor ihrem Bühnenabschied ist sie am 09. Mai 2017 um 19.00 Uhr zu Gast bei der Ballett-Universität und spricht über getanzte Literatur und die besonderen Herausforderungen der Rollengestaltung literarischer Figuren.

zuletzt geändert von tanznetz.de Redaktion, 09.05.2017 08:57:54



 

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