Warum immer nur die Fehler auflisten? #

Traviata, 20.02.2017 08:57:43

Hier, gestern im "Ballett-Journal" zu lesen

Walter und Salenko - Rollendebüt in "Onegin"

Frau Sonnenburg, ich sah Sie am Sonnabend in der Pause und hatte mir erhofft, dass Sie etwas über die Vorstellung schreiben. Ich kann Ihren Eindruck nur bestätigen. Der erste Akt hat auch mir am wenigsten gefallen - hinsichtlich der "Hauptdarsteller" wohlbemerkt! - , denn dort war weder ein "Onegin" noch eine "Tatjana" präsent. Es fehlte die Seele.
Und ja, Musik und Tanz deckten sich nicht immer, ich hörte in der Pause, dass es einigen Ballettfreunden auch aufgefallen war. Es war so, wie es hin und wieder im Fernsehen vorkommt: der Ton eines Sprechers stimmt nicht überein mit den Mundbewegungen (und ich meine hier keinesfalls synchronisierte Filme, sondern z.B. die "Berliner Abendschau" des rbb).

Im zweiten Akt war es schon etwas schöner, Marian Walter war etwas mehr zu "Onegin" geworden.
Leider fehlte allerdings den ganzen Abend über der gewisse erotische Reiz, das "Funkenschlagen" zwischen den beiden.
Ja, da waren vor Jahren Artem Shpilevsky, Ronald Savkovich und dann vor allem Wieslav Dudek doch ganz andere Kaliber, auch Michael Kaniskin ist sehr in diese Rolle hineingewachsen.

Zu Nikolay Korypaev sage ich nur, dass er doch irgendwann einmal beginnen sollte, seine Gesichtsmuskeln zu trainieren. Er hat eine hölzerne, ausdruckslose Mimik, eigentlich überhaupt keine Mimik. Tänzerisch allerdings kann man nichts einwenden, nur stellt die Rolle des Gremin ja auch keine großen Anforderungen.

Nun sind wir alle gespannt, wie es in der zweiten Aufführung am 25. Februar sein wird. Dank krankheitsbedingter Umbesetzung müssen/dürfen Salenko und Walter noch einmal diese Rollen tanzen.
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