Noverre-Gesellschaft spendet

Vereinsvermögen kommt bedürftigen Tänzer*innen zugute

Die renommierte Noverre-Gesellschaft wurde 2018 aufgelöst. Das Vereinsvermögen kommt nun bedürftigen Tänzer*innen zugute. Dies hatte der vor fünf Jahren verstorbene Gründer, Fritz Höver, so bestimmt.

Stuttgart, 07/04/2020

Pünktlich zum fünfjährigen Todestag Fritz Hövers, Gründer der renommierten Stuttgarter Noverre-Gesellschaft, ist die Auflösung des Vereins offiziell abgeschlossen. Im Mai 2018 wurde bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung entschieden, den Verein nach sechzig Jahren Bestehen bis Ende des Jahres 2018 aufzulösen. Aus den Reihen der Gesellschaft fanden sich keine Nachfolger für den ehrenamtlichen Vorsitz. Die Noverre-Gesellschaft hatte sich seit seiner Gründung 1958 dafür eingesetzt, das Wissen um Ballett zu mehren und angehenden Choreograf*innen eine Plattform zu bieten, deren erste Arbeiten einem Publikum zu präsentieren. Hier traten John Neumeier und Jiří Kylián mit ersten Arbeiten an die Öffentlichkeit. Später kamen William Forsythe und Uwe Scholz bei der Noverre-Gesellschaft mit ihren ersten Balletten heraus. In den letzten Jahrzehnten wurden die ehemaligen Noverredebütanten Christian Spuck, Marco Goecke, Douglas Lee, Bridget Breiner und Demis Volpi über das Stuttgarter Ballett hinaus international bekannt.

Nun wurde das verbleibende Vereinsvermögen in fünfstelliger Höhe gemäß der von Höver aufgestellten Vereinssatzung gespendet. Er verfügte 1977 darüber, dass das Vermögen des Vereins an die Bayerische Versorgungsanstalt deutscher Bühnen fallen soll, damit diese sie zur Unterstützung von Tänzer*innen, die „wegen Krankheit, Arbeitslosigkeit oder aus sonstigen Gründen bedürftig sind“ verwenden kann. Das Vermögen wird nun Teil eines Sonderfonds der Bayerischen Versorgungsanstalt deutscher Bühnen. Die Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen bedankt sich für die Zuwendung und verspricht, das Vermögen im Sinne der Noverre-Gesellschaft zu verwalten.

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